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Aufbereitung von Ballastwasser auf Schiffen mit Lösungen von Pepperl+Fuchs

Weltweit sind Öltanker, schwimmende Ölförderplattformen oder Cargoschiffe in internationalen Gewässern unterwegs. Um das Ballastwasser der Schiffe von Organismen und Keimen zu reinigen, kommen zum Beispiel physikalische Verfahren zum Einsatz, die hochdosierte UV-Strahlen erzeugen. Durch die Nähe der Systeme zu den Pumpen an Bord, spielt der Explosionsschutz eine entscheidende Rolle. Pepperl+Fuchs entwickelte hierfür eine maßgeschneiderte Lösung, die Überdruckkapselung und elektrische Komponenten und Systeme für den Explosionsschutz perfekt kombiniert.



Pepperl+Fuchs liefert maßgeschneiderte Lösungen für die Ballastwasseraufbereitung auf Schiffen.

Bei ihrer Fahrt über die Weltmeere nutzen Tanker und Cargoschiffe Ballastwasser zur Stabilisierung. Da das Ballastwasser regelmäßig beim Be- und Entladen ausgetauscht wird, gelangt es aus den verschiedenen Ozeanen in Küstenregionen aller Welt. Damit gehen aber auch Organismen auf die Reise, die in den Zielhäfen ursprünglich nicht vorkommen. Diese „blinden Passagiere“ können das lokale Ökosystem empfindlich aus dem Gleichgewicht bringen. Umweltschäden durch die Bedrohung heimischer Arten oder sogar Gesundheitsrisiken durch Bakterien können die Folge sein.

Die Internationale Seeschifffahrts-Organisation (International Maritime Organization, IMO) hat daher im Rahmen eines Übereinkommens vom Februar 2004 Regeln für das Ballastwassermanagement festgelegt. Jedes Schiff muss seinen Ballastwasseraustausch in Anlehnung an die ganzheitlichen Vorgaben dokumentieren. Grundsätzlich gibt es zwei Methoden: Zum einen der Wasseraustausch auf hoher See, der aber bedingt durch Wettereinflüsse, Schifffahrtsrouten oder Bauart der Schiffe meist nur mit Einschränkungen möglich ist. Eine andere Lösung ist die Ballastwasseraufbereitung an Bord mit mechanischen, physikalischen oder chemischen Verfahren.


Kombinierte Lösung

Eine umweltfreundliche Methode ist beispielsweise das Ballastwasser zu filtern und zusätzlich mit hochkonzentriertem UV-Licht zu behandeln, um Organismen und Keime abzutöten. Ein entsprechendes System mit UV-Reaktor ist meist im zentralen Pumpenraum installiert – ein explosionsgefährdeter Bereich bei Öltankern, schwimmenden Ölförderplattformen oder anderen Cargoschiffen mit entzündlicher Ladung. Für den Betrieb des UV-Reaktors werden hohe Spannungen benötigt. Pepperl+Fuchs entwickelte für die Steuerung des UV-Reaktors eine maßgeschneiderte Lösung, die Überdruckkapselungs- und andere explosionsgeschützte Systeme perfekt kombiniert. Diese zertifizierte Lösung schafft eine sichere Umgebung für den Betrieb solcher elektrischen Geräte, die mit Hochspannung arbeiten.

Die zentrale Komponente ist ein System der Zündschutzart Überdruckkapselung. Das Überdruckkapselungssystem der Produktreihe Bebco EPS® Serie 6000 schützt die Elektronikkomponenten des Reaktors und der UV-Lampen. Dazu baut das System vollautomatisch den notwendigen Überdruck auf und überwacht ihn kontinuierlich. Durch Spülung mit einem Zündschutzgas werden vorhandene zündfähige Gase und Dämpfe auf eine Konzentration reduziert, die nicht mehr explosionsfähig ist. 

Ergänzt wird das Überdruckkapselungssystem durch eine explosionsgeschützte Paket-Lösung für die elektronischen Steuerungskomponenten. Pepperl+Fuchs bietet aus einer Hand Druckmesssensoren, Füllstandssensoren, Temperaturmesssensoren sowie die Verdrahtung zur eigensicheren Signalübertragung, wie das K-System, als maßgeschneiderte, international zertifizierte und anschlussfertige Lösung in einem komplett explosionsgeschützten Gehäuse.


Maßgeschneidert für weltweiten Einsatz

In den Solution Engineering Centers entwickelt Pepperl+Fuchs maßgeschneiderte Systemlösungen für spezielle Applikationen im Ex-Bereich.
In den Solution Engineering Centers entwickelt Pepperl+Fuchs maßgeschneiderte Systemlösungen für spezielle Applikationen im Ex-Bereich.

Die kombinierte Lösung aus Überdruckkapselungssystem und explosionsgeschützter Paket-Lösung erfüllt die Sicherheitsanforderungen an Bord und ist für den weltweiten Einsatz zertifiziert. Ein ganz entscheidender Vorteil, da die Schiffe nicht nur rund um den Globus im Einsatz sind, sondern auf ihren Fahrten auch Häfen in aller Welt anlaufen und vor Ort repariert oder gewartet werden. Durch ihr in sich geschlossenes, automatisches Ex-System sind sie die optimale Lösung für diese spezielle Anwendung. 

In seinen Solution Engineering Centers in den USA, Europa und Asien, entwickelt Pepperl+Fuchs maßgeschneiderte Systemlösungen für spezielle Applikationen im Ex-Bereich – schlüsselfertig und Zertifizierung inklusive. Gerade im internationalen Projektgeschäft bietet das viele Vorteile. So kann jede Projektphase der kundenspezifischen Lösung, wie Engineering, Beschaffung oder Konstruktion, an den vernetzen Solution Engineering Center Standorten weltweit betreut werden. 


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